Back in my office!!

20.07.16

Gut drei Monate nach meiner letzten Bein-Op bin ich wieder an meinen Arbeitsplatz zurückgekehrt.

Seit Sonntag sind wir auf dem Stilfserjoch und trainieren bei traumhaften Bedingungen. Leider hat sich, während meiner Abstinenz, am frühen Aufstehen (ja wir reden hier von 5 Uhr und früher) nichts geändert und so bleibt das immer noch eine morgendliche Qual, die aber spätestens  beim Anblick des Sonnenaufgangs überwunden ist.

An jedem Tag, den ich jetzt auf Ski verbringe, versuche ich Vertrauen zu gewinnen. Vertrauen in mein können und vor allem in meine Knochen. Und soweit funktioniert alles so wie es sollte. Abseits von dem ganzen „wie finde ich zu meiner Form zurück“ genieße ich es unglaublich wieder auf dem Schnee zu sein.

Morgen ist der letzte Tag. Dann steht eine Kondi-Woche an und danach gehts wieder zurück ins Büro. Hoffentlich immer noch so weiß wie momentan.

Cheers

Fab

 

Krafttest! 

26.06.16

Nichts ist so schlecht, dass es nicht auch was gutes hätte! Klingt zwar blöd, ist aber so.

Obwohl ich letzten Winter nichts auf Ski trainieren konnte, habe ich dennoch versucht die Zeit bestmöglichst zu nutzen. Und so habe ich viele Stunden im Kraftraum verbracht, um meine Kondition zu verbessern.

Das war nicht immer ganz einfach, denn wenn draußen der Schnee in der Sonne glitzert, dann wird selbst der geilste Kraftraum nur zum zweitbesten Spielplatz.

Trotzdem hat es sich gelohnt, denn ich hab beim Krafttest letzte Woche meine neuen absoluten Bestwert rausgefeuert. Gute Vorraussetzungen, für die kommenden Wochen!


Jetzt stehen für mich Klausuren in der Uni an und mitte Juli geht’s dann auf Schnee.

Cheers

Fab

Back in the Game! 

28.05.16

Tarnfleck und Stiefel sind für dieses Jahr wieder verstaut und werden frühestens in zwei Jahren wieder aus dem Keller geholt. Der Lehrgang in Hannover hat Spaß gemacht, auch wenn zwei Monate eine verdammt lange Zeit werden können. 

Was das „still-gestanden“ angeht, wir haben uns bemüht, wirklich ! 


Montag geht der wahre Ernst des Lebens wieder los. Leistungsdiagnostik zum Auftakt! 

Bis dahin ! 

Cheers 

Still gestanden! 

01.04.16

 
Immer Haltung wahren! 

Fab

Heavy Metal… free!

25.03.16

Endlich ist das Material wieder aus meinem Bein draußen. Ich hoffe, dass dies die letzte Op war, der ich mich unterziehen musste. So viel Spaß macht eine Narkose dann auch wieder nicht!

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Mein Dank geht vor allem an die Ärzte aus Murnau. Unser DSV-Team Doc Andrea Dietrich hat wirklich mega Arbeit geleistet, kann ich nur weiter empfehlen ;). Vielen Dank vor allem auch an die Schwestern der Station 34, die Engel in weiß. Wie immer, ich hoffe ich bin euch nicht zu sehr auf den Keks gegangen.

Nächste Woche beginnt für mich wieder die Bundeswehr Zeit. Zwei Monate Lehrgang in Hannover. Genauere Berichte gibts dann von oben.

Cheers

Fab

Skier! 

09.03.16

  
Wenn Ski fahren läuft, dann schauen alle zu! Naja, fast alle! Warum der eine Kollege lieber Kühlschrank schaut kann ich euch auch nicht erklären!

Nächste Woche Montag ist Tag des Hämmerns! Der Nagel und die Platte kommen raus! Ich werde ihn  bestimmt vermissen. Wir hatten doch so eine wunderschöne Beziehung 😂

Cheers 

Fab 

24.02.2016

Mittlerweile sogar wieder mit Rennmurmel auf dem Döötz! 

 

Cheers 

Fab 

Back in the Office!! 

31.01.2016
  
Diesen Blick hatte ich schon lang nicht mehr. Um genau zu sein zehn Monate und drei Wochen.

Mein erster Ski Tag seit so langer Zeit. Es war …. komisch. Als ich hoch gefahren bin hatte ich das Gefühl als wäre ich das letzte Mal vor einer Wochen gefahren. Und nach der ersten Fahrt war ich dann ziemlich enttäuscht. Es machte kein Spaß. Der Schuh drückte an der Platte auf dem Wadenbein, die Piste war ziemlich weich und auf Wunsch meiner Ärzte habe ich die Bindung nur auf 8 zugedreht. Normalerweise ist die so auf 18 zu und dementsprechend groß war also mein Vertrauen dass die Bindung hält.

Nachdem ich mir dann aber einen anderen Hang gesucht habe, die Schnallen offen gelassen und etwas vertrauen in die Bindung gefunden hatte kam das alte, das gute feeling wieder zurück. Schwung für Schwung wurde es besser. Ein bisschen Hocke hier, ein kleiner Sprung da !

Es sind noch einige Schritte zu gehen! Es war aber wichtig für mich rauszufinden: ich kann’s noch, ich mag’s noch aber es tut auch noch ein bisschen weh.

Still on Fire !!!

Fab

2016!

10.01.2016

Das neue Jahr ist nun schon zehn Tage alt, mein letzter Post um einige Tage älter und ich bin der Meinung es ist Zeit für einen neuen.

Ich habe den Jahreswechsel im Urlaub in Thailand verbracht. Verletzt zu sein ist richtig scheiße. Aber es gibt, wie bei so vielen Dingen im Leben, bei allem Negativen auch immer etwas gutes. In diesem Fall ist es die viele Freizeit die man auf einmal hat. Ich denke jeder Athlet der verletzt ist, sollte diese Zeit auch für Urlaube nutzen. Mir gibt das immer Kraft und neue Motivation für die anstehenden Aufgaben.

Diese sind bei mir immer noch Reha aber auch Klausuren für die Uni. Im Laufe des Monats werde ich noch einmal eine Röntgenkontrolle haben und wenn ich Glück habe, dann darf ich endlich wieder Ski fahren gehen. Also Daumen drücken bitte!

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Nach so viel Sommer den ich die letzten Tage hatte, darf jetzt ruhig mal der Winter kommen!
Ich wäre bereit!

Cheers

Fab

Die Versorgung der Athleten

04.12.15

Lake Louise ist nun knapp eine Woche her und ich habe seit dem lange überlegt, ob ich mich zum Sturz und der anschließenden Versorgung vom Düri äußern soll oder nicht.

Es tut mir sehr leid für ihn, dass wir uns nun Leidensgenossen schimpfen müssen und ich möchte anmerken, dass meine folgenden Gedanken von mir alleine stammen und deshalb nur auf das gestützt sind, was ich aus den Medien erfahren habe.

Es hat mich extrem sauer gemacht, als ich gelesen habe, dass es fünf Stunden gedauert hat, bis der Junge im Krankenhaus war.

Um meine Unmut zu erklären solltet Ihr folgendes wissen. Als ich mich in Kvitfjell verletzt habe, hat es von dem Zeitpunkt des Sturzes bis zur OP 12h gedauert. Erst gab es Probleme, einen Heli zu organisieren, dann bin ich in ein Krankenhaus geflogen worden, das für meine Gefäßverletzung garnicht ausreichend ausgestattet war. Der Weitertransport in das nächste Krankenhaus verlief so chaotisch, dass ich erst nach einer Stunde Fahrt im Krankenwagen in einen Heli umgelagert wurde und das auf einem Rastplatz. Im Krankenhaus teilten mir die Diensthabenden Ärzte schließlich mit, sie seien nun zu müde und wollten erst am nächsten Tag operieren. Gott sei Dank war unser Teamarzt dabei, der nur mit viel Aufwand erreichte, dass ich doch noch operiert wurde und damit höchst-wahrscheinlich mein Bein vor der Säge gerettet hat.

All das waren Erfahrungen, die ich keinem anderen Athleten zumuten wollte! Deshalb habe ich einen Bericht an die FIS geschrieben, damit die ärztliche Versorgung für Athleten geändert und verbessert wird.  Das tragische an der Sache ist, dass ich nicht der erste Athlet bin, bei dem das verpennt wurde. Man erinnere sich an einen Matthias Lanzinger, und der hatte leider nicht so viel Glück wie ich!!

Mir wurde als Reaktion auf mein Bericht versprochen, dass sich sowas nicht wiederholen sollte. Offensichtlich mehr Wunsch als Tatsache!

Von Seiten der Athleten wird dieses Thema nicht beachtet, reiner Selbstschutz! Denn bevor ich mich verletzt habe, hatte auch ich keinerlei Ahnung davon, was alles schief laufen kann. Hier passt das alte Sprichwort: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“!

Deshalb möchte ich nochmal mit Nachdruck betonen, dass wir Athleten uns sowas nicht gefallen lassen dürfen. Wir sind uns natürlich alle bewusst, dass wir uns übel verletzten könne. Das würde ich als Berufsrisiko bezeichnen. Was aber nicht sein kann, ist dass im Fall eines Falles die Versorgung derart zusammen bricht. Ich bin der Meinung, als Athleten sollten wir uns darauf verlassen können, dass wir umgehend in erfahrene Hände geraten, die uns so zusammen flicken, dass wir auch danach noch in der Lage sind unserer geliebten Beruf auszuüben.

Im Motorsport konnte die Rate schwerer Verletzungen durch konsequente Sicherheitsvorkehrungen drastisch reduziert werden. Was hält uns davon ab, solche Bemühungen nicht auch im Alpinen Skirennsport umzusetzen?

Ich hoffe, dass die aktuellen Beschwerden des österreichischen Skiverbands im Fall Markus Dürager gehör finden. Es muss sich etwas ändern!

Fab